Heinrich Neumann


Heinrich Neumann, ein Name verpflichtet „Menschlichkeit überwindet alle Grenzen.“ *
Heinrich Neumann (1. November 1906 – 11. August 1989)

"Lacht einer verschmitzt-kichernd auf, wenn alle anderen bei einer Ausstellungseröffnung ergriffen schweigen.

Spöttelt einer, wenn in der Diskussion um die hehren Kulturgüter alle anderen verbissen-beflissen ernstzunehmenzuwollende Urteile einander mitteilen.

Poltert einen Witz so anzüglich in die Runde, dass alle verlegen wegschauen und doch ob der pointierten Formulierung lieber zugegebenermaßen mitlachen würden.

Knurrt einer missmutig-abfällig laut seine Meinung in die Öffentlichkeit, wenn die anderen schweigend der Wahrheit zuhören, geschweige denn auszusprechen nicht fähig sind.

Der da manchmal so grob tut, tarnt nur solchermaßen die eigene Verletzlichkeit und tastet seine Umwelt nach dem guten Kern in einer Idee, in einem Menschen ab.“

Das war Heinrich Neumann, der Arbeitersohn aus Remscheid, als Bildhauer stellte er aus im Bergischen aber auch in Paris und Südfrankreich. Er kam nach den durch den Nationalsozialismus erzwungenen Wanderjahren wieder in seine Heimat zurück. Neben seiner Bildhauertätigkeit gab er unzähligen Kindern Kurse im Werken, Malen, Töpfern. Die Erziehungsberatungsstelle vermittelte Kinder in seine Kurse, Mädchen der Berufsschule erfuhren etwas über Farben und ihre Wirkungen. Mit Häftlingen arbeitete er in der Werkstatt der Justizvollzugsanstalt und stellte ihre Werke erfolgreich aus. Für Kollegen und Freunde bereitete er vorzügliche Gerichte der französischen Küche und eine Flasche Wein blieb in dieser Runde nicht lange voll.

Seine Persönlichkeit ist für unsere Schule ein Vorbild, denn

„DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR“

ist auch für Heinrich Neumann ein entschiedenes Lebensmotto gewesen.

*Aus: Monographie-Reihe Remscheider Künstler, Bd. 1, 1981 
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